Allgemeines

Der Bärenspinner Maurica joiceyi wurde im Jahre 1928 von Talbot beschrieben. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Nordafrika. Das ist praktisch alles was sich über diese Art im Internet finden lässt. 

Zuchtbericht

Am 10.03. erhielt ich 40 Eier. Der Ursprung dieses Zuchtstamms ist das Atlasgebirge in Marokko. Der Schlupf begann am 16.03.  Es schlüpften nur 6 Raupen. Die anderen Raupen waren scheinbar voll entwickelt, kamen allerdings nicht aus den Eiern. Die vorhandenen Räupchen entwickelten sich umso besser. Sie wuchsen sehr schnell und fraßen sowohl Löwenzahn (Taraxum sp.), Wegerich (Plantago sp.), Brennnessel (Urtica dioica) als auch Mairübchenblätter (Brassica rapa subsp. rapa var. majalis). Mairübchen sind wie Raps eine Zuchtvariante des Rübsen. Der Vorteil ist, dass sich diese Futterpflanze auch im Winter fast in jedem Supermarkt finden lässt. Auch Kunstfutter verzehrten die Raupen gern. Die Entwicklung ging sehr schnell voran. Am 25.03. waren die ersten Raupen bereits 18mm lang. Die gesamte Zucht lässt sich in einer Heimchendose durchführen. Am 01.04 begann die erste Raupe mit dem Bau eines Gespinstes zur Verpuppung. Die erste Puppe fand ich am 03.04. Am 11.04. war auch die letzte Raupe verpuppt. Nach einer kurzen Puppenruhe schlüpfte der erste männliche Falter am 16.04. Das Weibchen folgte am 17.04. Die kleinen Spinner sind tagaktiv. Sie haben eine Flügelspannweite von 25 bis 30 Millimetern. Eine deckellose Heimchendose die mit einer Damenstrumpfhose überzogen wird reicht als Flugkäfig aus. Die Falter paarten sich ohne Probleme. Die Eiablage begann am 20.04 und dauerte bis zum 23.04. Maurica joiceyi gehört zu den Faltern die erwachsen keine Nahrung zu sich nehmen. Das Männchen lebte bis zum 21.04, das Weibchen bis zum 25.04. Insgesamt legte das Weibchen in dieser Zeit 110 Eier. Diese schlüpften zu 90% und bilden nun die nächste Generation. 

Fazit

Die Zucht von Maurica joieyi ist sehr einfach und bereitet viel Freude. Es werden keine großen Zuchtanlagen benötigt. Die Futterpflanzen lassen sich auf jeder Wiese oder sogar im Supermarkt finden. 

Eier kurz vor dem Schlupf, Eiraupen und leere Eihüllen

Nach drei Tagen Futteraufnahme werden die Raupen etwas bunter.

Es wird in der Gruppe gefressen und auch geruht.

Im Alter von 9 Tagen entwickeln die Raupen das für Bärenspinner typische „Fell“.

Erwachsene Raupen erreichen eine Körperlänge von 20 bis 30 Millimetern.

Bau des Verpuppungsgespinstes

Die Raupe webt ihre Haare in den losen Kokon ein.

Aus dem Kokon entnommene Puppe (links) und Vorpuppe (rechts).

Der erste Falter ist geschlüpft.

Feuchter Kokoshumus ist das ideale Substrat für die Puppendose.

Geschlechtsdimorphismus:

Das Männchen (links) hat gekämmtere Fühler, längere Flügel und einen schlankeren Körper als das Weibchen (rechts).

Falter bei der Annäherung

Quellen (Abruf am 03.05.2020 9-11 Uhr)

http://v3.boldsystems.org/index.php/Taxbrowser_Taxonpage?taxid=704528

http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Maurica_Joiceyi

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