Weiden sind häufig und Weidenkätzchen einfach zu finden.

Wer gern Schmetterlinge züchtet, kann eine einfache Methode nutzen um neue Raupen zur Aufzucht zu erhalten. Die beste Zeit ist sobald die Weidenblüten verblüht sind und abfallen, d.h. im März und April. Schon 1 Liter Weidenkätzchen reichen zum Erfolg. Doch je mehr Kätzchen man sammelt, desto höher ist die Chance Raupen zu finden.

Eine Schale mit Weidenkätzchen.

Ich habe Weidenkätzchen, aber sehe keine Raupe.

Nun werden die Weidenkätzchen einmal leicht besprüht. Dann wird die Schale am besten mit einem Deckel aus Gaze verschlossen. 

Fütterung der unsichtbaren Raupen

Nach einer Woche kann man beginnen Löwenzahn (Taraxum sp.) oder Wegerich (Plantago sp.) auf die Weidenkätzchen zu legen. Im Erfolgsfalle sind spätestens nach zwei Wochen sind die ersten Fraßspuren und Raupenköttel im Behälter zu erkennen. Wenn diese eine Größe haben, die auf 1 cm lange Raupen schließen lassen, kann die Raupensuche beginnen. Hierzu wird der Inhalt der Plastikschale auf eine helle Unterlage geschüttet. Sortiert man die Weidenblüten, eine nach der anderen beiseite, so findet man sehr bald graubraune, ziemlich schnell laufende Raupen.

Weitere Pflege

Nun werden die Raupen am besten einzeln in Plastikschalen untergebracht. Die Heimchendosen aus der Terraristik eignen sich hierfür sehr gut. Sie werden weiterhin Löwenzahn oder Wegerich gefüttert, bis sie aufgeregt umher laufen. Dies ist das Zeichen, dass sie sich verpuppen wollen. 

Verpuppungshilfe

Zur Verpuppung wird eine ungelochte Heimchendose mit leicht feuchtem Kokoshumus gefüllt und mit etwas Küchenpapier abgedeckt. Hinzu kommt die verpuppungsreife Raupe. Diese verpuppt sich nun entweder am Küchenpapier oder im Humus. Um genügend Ruhe zu haben, wird die Dose am besten auf einen Schrank oder an einen anderen ruhigen Ort gestellt.Nach zwei Wochen kann dann die fertige Puppe entnommen und in einen Puppenkasten überführt werden. 

Im Spätsommer ist es endlich soweit

Ab Juli beginnt nun die spannende Phase. Was ist aus der braunen Raupe geworden ? Bis Ende Oktober ist das Rätsel dann gelöst. Dann schlüpfen entweder die Gelbeulen (Tiliacea sp., Xanthia sp.) und Herbsteulen  (Agrochola sp.).

 

Nicht nur Herbstlaub ist bunt, sondern auch Tiliacea aurago, die Gold-Gelbeule.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.